TTT News 29
Sonderausgabe
Inhaltsverzeichnis
1. Bericht zur Jahresabschlußfeier 2010 in Heide, Matthias D., Dezember 2010
2. Stell Dir vor: Es ist Jahresabschlussfeier vom Tan Tien Tschüan
und wir sind nicht dabei ..., Astrid B., Dezember 2010
3. Weihnachtsfeier in Heide, René W., Dezember 2010
4. Ch'i-Ti
Einmal entgegen der bisherigen Veröffentlichungspraxis wollen wir
nicht versäumen, allen Tan Tiennern doch einmal eine zeitnahe
Nachbetrachtung der Jahresabschlußfeier 2010 in dieser Sonderausgabe
der TTT News zugänglich zu machen.
Dabei möchten wir uns auf drei Berichte verschiedener Teilnehmer mit
entsprechenden Foto-Illustrationen beschränken, von denen wir meinen,
daß sie einen repräsentativen Eindruck von diesem letzten
Jahreszusammentreffen der meisten Tan Tien-Aktiven ermöglichen, und
wünschen Ihnen und uns bei dieser Gelegenheit ein produktives und
erfolgreiches Wiedersehen im nächsten Jahr und erholsame
Feiertage.
1. Bericht zur Jahresabschlußfeier 2010 in Heide
Nach einem ereignisreichen Jahr mit Prüfungen und Lehrgängen kam am
9. Dezember die Tan Tien Tschüan-Familie aus nah und fern zur
traditionellen Jahresabschlußfeier in Heide zusammen. Obgleich das
China-Restaurant Tsing Li erst zum zweiten Mal als Treffpunkt
ausgewählt worden war, boten das Ambiente, die Speisen und nicht
zuletzt das Personal bereits so viel Vertrautes, daß auch in dieser
Hinsicht von einer bewährten Tradition gesprochen werden darf.
Tan Tien Tschüan-Familie aus nah und fern
© 2010 by Schattenblick
Nachdem der Leiter der Hamburger Trainingsgruppe, Thomas Schröder,
die Gäste aufs herzlichste begrüßte und das Buffet für eröffnet
erklärte, strömten die Gäste herbei, um sich ganz den lukullischen
Freuden zu widmen. Die Sorge, daß besonders zu Anfang der Platz
rundum den dampfenden Gerichten zu eng werden würde, stellte sich als
unbegründet heraus. Frei nach dem Thema des diesjährigen
TTT-Lehrgangs "Schieben, Stoßen, Ziehen" bewiesen die Tan Tien-er, daß
jene Tätigkeiten genau nichts damit zu tun haben, das eigene Gewicht
in die vermeintliche Lücke zu werfen, oder sich dank eines
raumgreifenden Pferdestands oder gar einer raffinierten
Ellbogentechnik statische Vorteile beim Auffüllen zu erwirtschaften.
Man war umsichtig, reihte sich ein oder ließ anderen den Vortritt,
nutzte gern die Gelegenheit zu einem Gespräch mit seinen Nachbarn,
und eh' man sich's versah, war der Teller mit allerlei lukullischen
Leckereien gefüllt.
100 Personen und 1 Buffet - keine Frage, die Tan Tien-er haben den
TTT-Praxistest der "Restaurant-Adaption" locker bestanden.
Selbstverständlich schließt das die "Dreifüßer" mit ein, sind sie
doch sowieso auf besonders zugespitzte Weise damit befaßt, der
Neigung, sich zu überstrecken, den Boden zu entziehen.
TTT-Praxistest "Restaurant-Adaption"
© 2010 by Schattenblick
Während Restaurantbesitzer Kok und sein Team in der Küche unermüdlich
die schmackhaftesten Gerichte zauberten, wurden die Gefäße "an der
Front" laufend aufgefüllt. Kam es dennoch mal zu einem Engpaß,
reagierte das Personal auf entsprechende Bitten überaus
entgegenkommend, nahm den Wunsch auf und sorgte umgehend für
Nachschub. Selbst vom allseits bekannten und vielgerühmten
"Geheimtipp", den gebackenen Bananen, blieb am Ende noch etwas übrig.
Als sich im weiteren Verlauf des Abends für Herrn Kok die Gelegenheit
ergab, die Küche zeitweilig ohne ihn weiterwerkeln zu lassen, suchte
er den Gästeraum auf, wo er von verschiedenen Seiten angesprochen
wurde. An einem der Tische knüpfte er an seine kulinarischen
Zauberkünste an, führte einen Fadentrick vor und brachte sein
Publikum zum Lachen und Staunen. Anscheinend wurde dabei so viel
Zauberkraft entfaltet, daß nach einer der fingerfertigen Darbietungen
jener Wunderfaden spurlos verschwand und sogar den "Meister" verdutzt
zurückließ.
Einige nahmen die Gelegenheit wahr, mit dem Gründer des Tan Tien
Tschüan, Helmut Barthel, zu sprechen; andere frischten ältere
Bekanntschaften mit TTT-Schülern auf. Der vielfach entstandene
Eindruck, daß die Zeit wie im Flug verging und so vieles noch zu
besprechen wäre, könnte als willkommener Anlaß genommen werden, sich
auf das nächste Treffen dieser Art zu freuen. Die Zeit bis dahin wird
mit Sicherheit überreichlich gefüllt, denn daß die Tan Tien
Tschüan-Praktizierenden alle Hände und Füße voll zu tun haben, ist
eine Erfahrung, die von der ersten Stunde an gemacht wird.
Gründer des Tan Tien Tschüan, Helmut Barthel
© 2010 by Schattenblick
Wollte man die variantenreichen, üppigen und durchweg bekömmlichen
Speisen, mithin den gesamten Abend in solch geselliger Runde auf den
Punkt bringen, wäre wohl "vom Besten das meiste" eine treffende
Bezeichnung und das passende Motto für eine Jahresabschlußfeier
der Tan Tien Tschüan-Familie.
Matthias D., Dezember 2010
2. Stell Dir vor: Es ist Jahresabschlussfeier vom Tan Tien Tschüan
und wir sind nicht dabei ...
... Für die vier Köpfe unserer Familie kein schöner Gedanke!
Natürlich haben die Kinder (wie jedes Jahr) Fragen und Bedenken
geäußert: "Wer kommt denn alles? Kennen wir die Leute, mit denen wir
am Tisch sitzen? Gibt es wohl wieder diese scharfe Suppe? Und
gebackene Bananen, sind die schon fertig, bevor wir müde sind?" Um das
Ende vorweg zu nehmen: Mit gebackenen Bananen und vielen anderen
Leckereien im Bauch haben die müden und vor allem satten Kinder
begierig Pläne gemacht. Noch bevor wir die Heimreise angetreten
hatten, hieß es: "Können wir da nächstes Jahr wieder hin?" Diese Frage
ergänzte das knappe "Das war toll" und spricht für sich, die
Begeisterung unserer Kinder, aber vor allem für die TTT-Feier:
"Wer kommt denn alles?"
© 2010 by Schattenblick
Mehr als 100 Gäste waren es ganz sicher, die als aktive Tan Tien-er
mit Freunden oder Familie ins Tsing Li nach Heide gekommen waren. Sehr
wahrscheinlich hatte das chinesische Spezialitäten-Restaurant an
diesem 9. Dezember damit deutlich mehr Menschen zu Gast, als an einem
anderen, ganz normalen Donnerstagabend. Aber die Wirtsleute waren
vorbereitet, wussten ja auch aus dem letzten Jahr schon, was sie
erwartet. Es standen wieder extra Tische und Stühle bereit. Die
Kellnerinnen verloren zu keiner Zeit ihre freundliche Gelassenheit
oder etwa den Überblick. Schnell und treffsicher brachten sie Getränke
und auch Nachschub für das vielfältige Buffet. Darum schlängelten sich
die Gäste in engen Kreisen und manchmal in Doppelreihe. Manchmal, so
erzählte man sich in unserer Tischrunde, rückte und rührte sich die
Schlange minutenlang gar nicht. Vielleicht waren die gebratenen Nudeln
gerade aus ... Aber, wie gesagt, für Nachschub war immer schnell
gesorgt und die Wartezeit in der Schlange bot Gelegenheit für einen
kurzen Schnack mit dem Nachbarn. So machte die eine oder andere
kulinarische Empfehlung die Runde. Ein schneller Austausch über den
aktuellen Lesestoff und vieles andere mehr war möglich. Am Buffet und
bei Tisch - überall gab es lebhafte Gespräche. Manchen sah man
hochkonzentriert und gestikulierend sprechen, von einem anderen Tisch
klang frohes Lachen herüber und bei uns ging es einmal rund um den
großen Tisch um verschiedene Themen. Allerdings: das Essen, sein
Geschmack und die große Auswahl an Speisen war unbestreitbar das
bestimmende Thema. Es ging aber auch um Umweltschutz, die
Landwirtschaft und den Einsatz von Düngemitteln, um die Schule und zu
schreibende Arbeiten in unseren Unterhaltungen. Die Kinder konnten
mitreden und taten es, wenn sie wollten. Und wenn da nicht diese
Klassenarbeiten in Mathe und Bio am nächsten Tag gewesen wären ...
"Können wir da nächstes Jahr wieder hin?"
© 2010 by Schattenblick
Aber zurück zum Anfang: "Ja, klar können wir da nächstes Jahr wieder
hin!", habe ich den Kindern geantwortet. Die Tan Tien Tschüan -
Jahresabschlußfeier ist eine für die ganze Familie - das habe ich
gelernt und als solche empfehle ich sie weiter und ergänze: Dieses
Zusammensein im Dezember ist ein Fest, auch für bekennende
Weihnachtsfeiermuffel (wie mich).
Astrid B., Dezember 2010
3. Weihnachtsfeier in Heide
Veranstaltungen die unter den Oberbegriff "Weihnachtsfeier" fallen,
haben es nicht einfach und bleiben oft in schlechter Erinnerung. Was
hört man da nicht alles über Weihnachtsfeiern. Da wird erwartet, dass
man sich betrinkt und so benimmt, als sei man nüchtern. Da erfährt man
Dinge, die wollte man nie wissen. Da wird erwartet, dass man gerne
hingeht, und am nächstem Tag muss man so tun, als ob man sich nicht
mehr erinnern kann.
Tan Tien Tschüan-Trainer im Gespräch
© 2010 by Schattenblick
Gegen Mitternacht wurde ein weiteres Mal bewiesen, dass es auch anders
geht. Anders im Sinne von nüchterner, besinnlicher, familiärer. So
fand auch dieses Jahr die Weihnachtsfeier wieder im Chinarestaurant
Tsing Li in Heide statt. 100 Personen kamen, um das Jahr gemeinsam
ausklingen zu lassen. Keine langen Reden, keine Lobeshymnen. Alle
Generationen waren vertreten. Menschen mit Gehhilfen und Menschen im
Rollstuhl waren ebenso willkommen wie Ausländer und Kinder. Viele
nahmen weite Wege in Kauf, kamen aus Hamburg, Rendsburg, Lübeck oder
Kiel.
Kunstvoll verpackte Geschenke
© 2010 by Schattenblick
Eis und Schnee auf den Strassen und im Eingang kunstvoll verpackte
Geschenke sorgten für die richtige Stimmung, das Buffet für innere
Wärme. Gesoffen wurde Apfelschorle, Cola und Tee. Nach dem Essen
nutzten viele die Gelegenheit, von Tisch zu Tisch zu ziehen, um mit
Gleichgesinnten Kontakt aufzunehmen oder sich an den Tisch des
Meisters zu setzen. Nüchtern wurde untereinander geplaudert, und man
erfuhr nichts, was man nicht wissen wollte, es sei denn, man hat
danach gefragt. So entstanden natürlich Diskussionen rund um das Thema
Kampfkunst im allgemeinen und Tan Tien im speziellen.
Wer Tan Tien einige Zeit lang praktiziert hat, der hat vielleicht
festgestellt, dass sich die Herangehensweise und Logik dieser
Kampfkunst mit kaum etwas Bekanntem in Deckung bringen lässt. Da
wundert es nicht wirklich, dass die alljährliche Weihnachtsfeier der
Tan Tien-er eine zarte Signatur dieser Andersartigkeit trägt.
Ob man da nun gerne hingeht, diese Frage kann nur jeder für sich
selbst beantworten. Mir persönlich stellt sich diese Frage nicht. Ich
bin froh, dabei gewesen zu sein, und daran erinnere ich mich auch am
nächsten Tag noch gerne.
René W., Dezember 2010
Tsing Li
© 2010 by Schattenblick
© 2010 by Schattenblick
24. Dezember 2010
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